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Der neue Missionsleiter stellt sich vor!

Seit September 2017 ist Walter Fischer der 1. Vorsitzende und Leiter von Inter-Mission Deutschland.

Walter Fischer

(Vorsitzender), Steuerberater, Deißlingen

Wer bin ich? – Diese Frage haben sich vor und nach Dietrich Bonhoeffer sicherlich viele Menschen gestellt. Gern will ich sie hier unseren Freunden gegenüber versuchen zu beantworten.

Meine Eltern stellten als russlanddeutsche Patrioten bereits in den 70er Jahren einen Antrag auf Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland – dass er genehmigt wurde grenzte damals fast an ein Wunder. Die Kindheit und frühe Jugend im südlichen Kasachstan/Mittelasien habe ich nur in guter Erinnerung. Als Deutscher, der auch noch aus einem christlichem Elternhaus kam, war man zu der damaligen Zeit allerdings doppelt verdächtig und in gewisser Weise ein Außenseiter. Das begründete Misstrauen meiner Eltern gegenüber dem atheistischen Sowjetstaat verhinderte trotz der unbeschwerten Kindheit, dass sich so etwas wie ein Gefühl von Heimat einstellte. Aber auch hier im „Land der Väter“ und der relativen Freiheit habe ich, nachdem ich mich mit 14 bewusst für ein Leben mit Jesus Christus entschied, schnell gemerkt, dass trotz aller guter Schulfreundschaften ein Gefühl von Fremdsein nicht völlig weichen wollte. Schon früh war jedoch die Sehnsucht da, für Gott die Welt aus den Angeln zu heben. Heiße theologische Diskussionen mit Freunden und Träumereien mit ungewöhnlichen Zukunftsplänen waren bei uns zuhause an der Tagesordnung.

Schon Anfang der 80er Jahre machten meine Eltern Bekanntschaft mit der Inter-Mission. Das Verlangen etwas von dem Segen, den man hier in so reichem Maße erfuhr, an Bedürftige weiterzugeben, veranlasste meinen Vater ohne Englischkenntnisse nach Chennai, damals Madras, zu reisen, um Jochen Tewes und durch ihn die Arbeit der Inter-Mission kennenzulernen. Seitdem gingen Missionsgäste bei uns zuhause ein und aus und die Inter-Mission wurde ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens.

Durch die Reisen und dann auch Gruppenreisen für die und mit der Inter-Mission sowie durch die Mitarbeit im Vorstand durfte sich mein geistlicher Horizont und meine Sicht vom Reich Gottes weiten. Mein Engagement geschah ehrenamtlich, aber mir wurde in den letzten Jahren immer klarer, dass Gott für seine Menschen mehr bereithält als ein angenehmes und bequemes Leben auf diesem Planeten.

Ich habe mich in der Inter-Mission immer sehr gern eingebracht und mich in der zweiten Reihe rundum wohl gefühlt. Dass Jesus mir nun die Leitung des Werkes anvertraut, ist für mich Privileg und Verantwortung zugleich.

Aus eigener Kraft werde ich nicht in der Lage sein, den Anforderungen dieser großen Aufgabe gerecht zu werden. Umso mehr wird mir die Wichtigkeit des Gebets bewusst. Denn die wesentliche Dimension der Arbeit der Inter-Mission ist eine geistliche, menschliche Weisheit und Mittel greifen zu kurz.

Auch weiterhin möchte ich meinen Dienst und mein Amt bei der Inter-Mission ehrenamtlich ausführen. Als Ehemann und Vater von vier Kindern, von denen drei bereits erwachsen sind, als Mitglied und Ältester einer Ortsgemeinde und als selbständiger Steuerberater mit mehreren Mitarbeitern weiß ich um die Wichtigkeit der richtigen Prioritäten: dass ich aus der Gnade Gottes lebe und auf seine Hilfe angewiesen bin.

Die Inter-Mission verstehe ich als ein Werk Gottes, das Er begonnen hat, über dem Er wacht und das Er gebraucht, um das Evangelium von Jesus Christus in Tat und Wort besonders Kindern und Jugendlichen aus ärmsten Verhältnissen zu vermitteln. Dies macht mich zuversichtlich, was die Zukunft der Inter-Mission betrifft.

Und was mich betrifft, so möchte ich mit den bekannten Worten von Bonhoeffer schließen: Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!