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kinderheime

Kinderheime

Es gibt leider viele Gründe warum Eltern oder Verwandte nicht mehr in der Lage sind Kindern und Jugendlichen ein sicheres und umsorgendes Zuhause zu bieten. Ein Leben auf der Straße mit vielfältigen Gefährdungen, jedoch ohne Betreuung und Bildung, ohne eine ausgewogene Ernährung sowie ohne seelische, geistliche und körperliche Gesundheit sind oftmals die Folgen.

Eine Alternative zu diesem Leben auf der Straße sind die von der Inter-Mission unterstützten Kinderheime, welche von Christen aus einheimischen Partnerorganisationen geführt werden. Die Größe der Heime variiert stark, wobei die Kinder überwiegend in familienähnlichen Gruppen zusammenleben.

Neben Einrichtungen für Waisen oder Sozialwaisen, sind im Laufe der Jahre auch solche für spezifische Problemgruppen entstanden. So gibt es spezielle Heime für Kinder aus Rotlichtvierteln, für an Polio erkrankte Kinder und für Aids-Waisen. Um langfristig zu helfen werden den Kindern nach Möglichkeit eine Berufsausbildung oder weiterführende Schulungen in einem der Ausbildungszentren von IID (Inter-Mission Industrial Development Assn.) oder anderen Institutionen angeboten. So können sie ihren Lebensunterhalt später selber bestreiten

Persönliche Geschichten

Der Vater von Bhavani starb früh. Als sie 3 Jahre alt war, fand sie im „Home of Love“ ein Zuhause. Liebe erfuhr sie nicht nur von den Heimeltern, sondern auch von ihren früheren Pateneltern. Noch heute besteht ein herzlicher Kontakt. Inzwischen ist Bhavani erwachsen und von Beruf Krankenschwester. Sie arbeitet im Apollo Hospital in Chennai, einem weltweit anerkannten Krankenhaus. Mit dem Gehalt ist sie in der Lage, ihre Mutter zu unterstützen. Bhavani kommt aus einer hinduistischen Familie. Aufgrund der erfahrenen Nächstenliebe fand die ganze Familie inzwischen zum christlichen Glauben.

Dilly-Ganesh ist 17 Jahre alt und geht in die 11. Klasse. Seine tragische Familiensituation brachte ihn vor 7 Jahren ins Heim. Der Vater wurde zu einer 8-jährigen Haftstrafe verurteilt, weil er die Mutter umbrachte. Zu dem Zeitpunkt war Dilly-Ganesh erst 6 Jahre alt. Nach der Entlassung fing der Vater wieder an zu trinken und bedrohte seine Nachbarn. Er kam erneut ins Gefängnis. Inzwischen könnte er frei kommen, aber niemand will ihn aufnehmen. Durch seine Schwester hat Dilly- Ganesh hin und wieder Kontakt zu seinem Vater und besucht ihn im Gefängnis. Aber sein eigenes Leben soll einen anderen Lauf nehmen. In der Schule interessieren ihn besonders die wissenschaftlichen Fächer. Sein Berufswunsch: Marine-Ingenieur.

Als Damodaran im Alter von 8 Jahren im Heim aufgenommen wurde, musste man ihn aufgrund seiner Polio-Behinderung zur Schule tragen. Die von Deutschland bezahlten Medikamente haben zu einer deutlichen Besserung geführt. Leicht behindert ist Damodaran immer noch, aber er konnte ein Studium in tamilischer Literatur mit einem Bachelor abschließen. Inzwischen 31-jährig arbeitet er jetzt im Heim mit und ist den Heimeltern Gloria und Amos Ebenezer – beide weit über 70 – eine treue Hilfe. Mehr als 40 Jahre lang hat das Ehepaar viel in die Kinder investiert und immer wieder erleben können, dass ihre Arbeit Früchte trägt.

Die 15-jährige Pavithra hatte angeborene Fehlbildungen an Fingern und Zehen. Sie konnte deshalb keine Schuhe tragen. Durch Operationen wurden die Deformationen inzwischen korrigiert. Schlimmer jedoch ist die Tragik ihrer Familiengeschichte. Der Vater war HIV-positiv, verschwieg seine Krankheit aber vor der Hochzeit. Nach der Geburt von Pavithra verließ er die Familie, weil es bereits das zweite Kind mit den gleichen Behinderungen war. Die Mutter nahm sich daraufhin das Leben. Sie verbrannte sich und man fand nur noch ihr Skelett. So brachte die Großmutter Pavithra im Alter von drei Jahren ins Heim, wo sie nicht nur ein neues Zuhause sondern auch Fürsorge und Liebe fand.